Fachkräftemangel in der Pflege: neue Zahlen geben Hinweis auf Verschärfung

 

 

Für das Defizit an qualifiziertem Pflegepersonal hat die Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit bereits im Dezember 2016 für die Gesundheits- und Krankenpflege in acht Bundesländern (Bremen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Saarland, Bayern, Schleswig-Holstein) einen bereits bestehenden Fachkräftemangel festgestellt. In fünf weiteren Bundesländern (Thüringen, Hessen, Niedersachsen, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern) wurden Anzeichen für einen Fachkräftemangel und in zwei Bundesländern (Sachsen-Anhalt, Sachsen) keine Anzeichen für einen Fachkräftemangel festgestellt.

Die neuen Zahlen von Juni 2017 belegen, dass sich die Situation weiter verschärft hat. Es gibt nun kein Bundesland mehr, dass keinen Fachkräftemangel in der Gesundheits- und Krankenpflege verzeichnet. Auch in Sachsen-Anhalt und Sachsen sind nun Anzeichen für einen Fachkräfteengpass zu erkennen. In den Bundesländern Niedersachsen und Hessen hat sich die Lage verschlechtert. Dort wird nun ebenfalls offiziell ein Fachkräftemangel notiert.
Für die Altenpflege herrscht seit Dezember 2015 in ganz Deutschland ein Fachkräftemangel vor.

Im Dezember 2016 ist eine Stelle in der Gesundheits- und Krankenpflege durchschnittlich 140 Tage und in der Altenpflege 167 Tage unbesetzt geblieben. Innerhalb eines halben Jahres ist diese Zeitspanne in der Gesundheits- und Krankenpflege um 8 Tage und in der Altenpflege um 5 Tage angestiegen.

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